27.04.2014, von Daniel Stitz

Berlin ist die erste Stadt mit 3 e-Carsharing-Anbietern im nicht-stationären (free-floating) Betrieb

Berlin ist wohl die erste Stadt überhaupt, die drei e-Carsharing Anbieter mit Free Floating-Dienst beherbergt. Nachdem nun auch car2go seine Elektroautos ins sogenannte Free-floating überführte, hat der Nutzer in Berlin nun die Wahl zwischen diversen Elektroauto-Modellen zur Anmietung. Dadurch ergibt sich ein breites Angebot an mietbarer E-Mobilität. Hinsichtlich der Anzahl der Fahrzeuge dominiert Multicity mit seinen 350 Citroen C-Zero als erster und bisher einziger reiner e-Carsharing Dienst.

 

 

smart ed in Berlin

Smart electric drive in Berlin; Foto: © Daimler, media.daimler.com

 

 

Multicity am Gendarmenmarkt; Citroen C-Zero

Multicity am Gendarmenmarkt in Berlin. Das erste und einzige 100% e-carsharing im free-floating Betrieb;   Foto: e-CarSharing.net

 

 

 

 

DriveNow ActiveE

Der ActiveE aus der DriveNow e-carsharing Flotte, heute durch BMW i3 ausgetauscht; Foto: DriveNow

19.03.2014, Daniel Stitz

Anteil von Elektroautos bei 20%

Die 1.300 Elektroautos die bei Carsharing-Anbietern stehen, stellen nahezu 20 % des deutschen Gesamtbestandes (7.110, Stand 01/2014) an zugelassenen reinen Elektroautos (ohne LKW, Krafträder, Plug-In-Hybride). Somit ist der Anteil von Elektroautos sowohl innerhalb der Carsharing-Dienste als auch im Hinblick auf ihre Mietbarkeit überproportional hoch.

Allerdings sind die Zahlen auf Grund ihrer geringen größe mit Vorsicht zu bewerten:  500 davon befinden sich alleine in der e-carsharing-Flotte von car2go in Stuttgart. Weitere 500 findet man verteilt auf die Carsharing-Konzepte in Berlin (Stand, 2014)

Anmerkung der Redaktion: mittlerweile wurden einige Dienste in Berlin wieder eingestellt, weshalb Hamburg Berlin den e-Carsharing Rang abglaufen hat.

smart ed Berlin

smart ed in Berlin; Foto: © Daimler, media.daimler.com

Das zeigt uns, wie gut das Produkt Elektromobilität zur Dienstleistung Carsharing passt.

Elektromobilität + Carsharing  = e-Carsharing

31.01.2014, von Daniel Stitz

Die Entwicklung von Carsharing

Es mag dem Smartphone-affinen Kunden eines Free-Floating Carsharing-Anbieters wundern, aber Carsharing ist prinzipiell eine alte Idee. So startete beispielsweise stadt-teil-auto Göttingen bereits 1992 in einer Universitätsstadt.

Carsharing in Deutschland

 Marktentwicklung im Carsharing Nutzer und Fahrzeuge

Marktentwicklung im Carsharing ,    Quelle: f/21- Büro für Zukunftfragen aus focus online/

Das älteste Carsharing-Unternehmen ist StattAuto aus Berlin, das bereits in den 80er Jahren gegründet wurde und mittlerweile als Greenwheels überregional bekannt ist.

Jedoch ist der Begriff Carsharing erst in den letzten Jahren richtig populär geworden. Das hängt vermutlich mit den neuen Geschäftsmodellen wie dem Free-Floating und den Einsatzmöglichkeiten und Varianten  z.B. im e-carsharing zusammen. Aus unserer Sicht passen Elektromobilität und Carsharing ideal zusammen, da sich beide Konzepte primär auf urbane Kurzstreckenmobilität konzentrieren, ökologische Aspekte in den Vordergrund stellen und Prestige eine untergeordnete Rolle spielt.

Hier gibt es noch ein paar weitere interessante Fakten zur Entwicklung.

Eine kurze Übersicht über die Carsharing-Arten

1. Klassisches stationäres Carsharing

Ähnlich wie bei einer Autovermietung werden Fahrzeuge stationsgebunden angemietet und abgegeben. Wobei es jedoch in den Städten je nach Anbieter eine Vielzahl an Stationen geben kann. Flinkster, Cambio & Drive-Carsharing sind Vertreter dieser klassichen Variante.

2. Free-Floating oder Geschäftsgebiet Carsharing

Hier kommen die neuen Möglichkeiten der Smartphones zum Einsatz. Durch Internet und Smartphone Apps ist ersichtlich wo Carsharing-Fahrzeuge stationsunabhängig verfügbar sind. Die Informationen gehen soweit, dass man auch den Betankungsstand und ähnliches einsehen kann. Die dichte an Fahrzeugen ist erstaunlich groß und meist findet manDie großen Anbieter aus diesem Bereich heißen DriveNow, Car2go, Multicity. Diese Variante bietet große Flexibilität, da in den Regeltarifen nur nutzungsabhängige Kosten entstehen und die verfügbaren Fahrzeuge meist nicht weiter weg stehen, als es das eigene geparkte Auto in der Großsstadt tun würde.

3. Privates Carsharing

Die AirBnB-Variante unter den Carsharings. Private Carsharings haben keine eigene Fahrzeugflotte, sondern basieren auf einer Community. Man wird Mitglied in einer Art Club und kann sein eigenes Fahrzeug ebenso anbieten, wie man sich von anderen Mitgliedern Fahrzeuge entleihen kann. Tamyca, Autonetzer und Nachbarschaftsauto heißen hier die großen überregionalen Mitspieler.