e-CarSharing: Über 1.200 Elektroautos befinden sich bei Carsharing-Diensten

Ein beachtlicher Teil der Elektroautos in Deutschland kann gemietet werden. So lassen sich deutlich über 10% der zugelassenen Elektroautos den kommerziellen Carsharing- Unternehmen in den großen Städten und Balluungszentren zuordnen*.

Die Grafik zeigt jedoch, dass  sich diese Zahl sehr ungleich auf die Anbieter bzw. Städte verteilt. So dominieren Berlin und Stuttgart die anderen Standorte deutlich. In Hamburg ließen sich nur 11 kommerziell mietbare Elektroautos verteilt auf 2 Carsharing-Anbieter und eine Autovermietung ermitteln.

 

Elektroautos im Carsharing in Deutschlands Großstädten

 

 

Elektroautos im Carsharing nach Städten

Anzahl von Elektroautos im Carsharing nach Städten in 2014, Quelle: Recherchen von e-CarSharing.net

 

 

* Schließt man diverse regionale und Pilot-Projekte mit ein, steigt der Anteil von mietbaren Elektroautos auf 15- 20% an.

BMWi3 als Verkaufsschlager! Wann und wo kann man ihn mieten?

BMIW i3 mieten bei DriveNow

Vorgänger vom BMW i3 – schon früh (2012-14) bei DriveNow zu mieten

Obwohl der Verkauf für den neuen Elektrostromer von BMW in Deutschland noch etwas schleppend vorangeht, steigert BMW jetzt die Produktion in Leipzig.  100 Stück des neuen BMW i3 sollen täglich vom Band laufen. Grund dafür ist die erwartet hohe Nachfrage aus den USA. Dort ist in manchen Teilen des Landes wie z.B. Kalifornien die Nachfrage nach Elektroautos hoch. Weltweit wurden im letzten Jahr ca. 200.000 Elektroautos verkauft, Tendenz steigend. BMW will sich mit dem i3 einen Anteil an dem neuen Markt sichern. Wie hoch die aktuellen Verkaufszahlen des i3 jedoch sind lässt das Unternehmen offen.

BMW i3 mieten

Offen bleibt auch, ob man das gute Stück in absehbarer Zeit einmal mieten kann. SIXT bewirbt dies zwar, hat ihn aber noch nicht im Programm.  Sollte ein Carsharing-Unternehmen den BMW i3 in die Flotte aufnehmen, wird dies wohl als erstes DriveNow sein. Sie verfügen schließlich schon in Berlin und München durch den Active E über die nötige Infrastruktur. Die Nachfrage sollte wie immer nich das Problem sein.

Viele Personen haben bereits eine Vorstellung von Elektroautos

Sie kennen verschiedene Elektroauto-Modelle und wissen, dass Hersteller wie BMW oder VW bereits eigene Modelle wie den BMWi3 oder den VW eUP auf den Markt gebracht haben. Den meisten ist jedoch nicht bewusst, dass bereits in jeder größeren Stadt Elektroautos zu mieten sind. Auch wenn die meisten Autovermietungen noch keine Elektroautos dauerhaft im Angebot haben, ist über die Carsharing-Dienste wie DriveNow oder car2go doch ein gewisses überregionales Angebot von Elektroautos zu verzeichnen. Einige dieser Anbieter bezeichnen ihr Angebot sogar bereits als e-Carsharing.  Ein Elektroauto zu mieten ist also nicht schwer und e-carsharing.net soll hierbei einen Überblick schaffen.

 

ActiveE BMW vorgänger vom BMW i3

Foto: DriveNow

Foto: DriveNow

Foto: © Daimler, media.daimler.com

Foto: © Daimler, media.daimler.com

Immerhin sind  ca. 20 % des deutschen Elektroauto-Bestandes über e-Carsharing-Anbieter zu mieten.  Carsharing bietet also eine sehr gute Möglichkeit um die Verbreitung von Elektromobilität zu fördern.

19.03.2014, Daniel Stitz

Anteil von Elektroautos bei 20%

Die 1.300 Elektroautos die bei Carsharing-Anbietern stehen, stellen nahezu 20 % des deutschen Gesamtbestandes (7.110, Stand 01/2014) an zugelassenen reinen Elektroautos (ohne LKW, Krafträder, Plug-In-Hybride). Somit ist der Anteil von Elektroautos sowohl innerhalb der Carsharing-Dienste als auch im Hinblick auf ihre Mietbarkeit überproportional hoch.

Allerdings sind die Zahlen auf Grund ihrer geringen größe mit Vorsicht zu bewerten:  500 davon befinden sich alleine in der e-carsharing-Flotte von car2go in Stuttgart. Weitere 500 findet man verteilt auf die Carsharing-Konzepte in Berlin (Stand, 2014)

Anmerkung der Redaktion: mittlerweile wurden einige Dienste in Berlin wieder eingestellt, weshalb Hamburg Berlin den e-Carsharing Rang abglaufen hat.

smart ed Berlin

smart ed in Berlin; Foto: © Daimler, media.daimler.com

Das zeigt uns, wie gut das Produkt Elektromobilität zur Dienstleistung Carsharing passt.

Elektromobilität + Carsharing  = e-Carsharing

Carsharing-Dienste in urbanen Ballungszentren bereits sehr verbreitet

Foto: DriveNow

Foto: DriveNow, BMW i3 Vorläufer

 

Carsharing scheint die Bedürfnisse eines Großstadt-Lebensstils, bei dem sich durch Veränderungen im Beruf und sozialem Umfeld auch die Mobilitätsanforderungen laufend ändern, gut zu befriedigen.

Ein Auto zu besitzen, das fortlaufend auch bei Nicht-Nutzung hohe Kosten verursacht, erscheint für viele nicht sinnvoll. Unabhängig von öffentlichem Personenverkehr und Taxis zu bleiben, wenn es drauf ankommt schon.

Da insbesondere das Free Floating Carsharing für urbane Kurzstreckenmobilität benutzt wird, bietet sich ei ideales Einsatzfeld für Elektrofahrzeuge.

31.01.2014, von Daniel Stitz

Die Entwicklung von Carsharing

Es mag dem Smartphone-affinen Kunden eines Free-Floating Carsharing-Anbieters wundern, aber Carsharing ist prinzipiell eine alte Idee. So startete beispielsweise stadt-teil-auto Göttingen bereits 1992 in einer Universitätsstadt.

Carsharing in Deutschland

 Marktentwicklung im Carsharing Nutzer und Fahrzeuge

Marktentwicklung im Carsharing ,    Quelle: f/21- Büro für Zukunftfragen aus focus online/

Das älteste Carsharing-Unternehmen ist StattAuto aus Berlin, das bereits in den 80er Jahren gegründet wurde und mittlerweile als Greenwheels überregional bekannt ist.

Jedoch ist der Begriff Carsharing erst in den letzten Jahren richtig populär geworden. Das hängt vermutlich mit den neuen Geschäftsmodellen wie dem Free-Floating und den Einsatzmöglichkeiten und Varianten  z.B. im e-carsharing zusammen. Aus unserer Sicht passen Elektromobilität und Carsharing ideal zusammen, da sich beide Konzepte primär auf urbane Kurzstreckenmobilität konzentrieren, ökologische Aspekte in den Vordergrund stellen und Prestige eine untergeordnete Rolle spielt.

Hier gibt es noch ein paar weitere interessante Fakten zur Entwicklung.

Eine kurze Übersicht über die Carsharing-Arten

1. Klassisches stationäres Carsharing

Ähnlich wie bei einer Autovermietung werden Fahrzeuge stationsgebunden angemietet und abgegeben. Wobei es jedoch in den Städten je nach Anbieter eine Vielzahl an Stationen geben kann. Flinkster, Cambio & Drive-Carsharing sind Vertreter dieser klassichen Variante.

2. Free-Floating oder Geschäftsgebiet Carsharing

Hier kommen die neuen Möglichkeiten der Smartphones zum Einsatz. Durch Internet und Smartphone Apps ist ersichtlich wo Carsharing-Fahrzeuge stationsunabhängig verfügbar sind. Die Informationen gehen soweit, dass man auch den Betankungsstand und ähnliches einsehen kann. Die dichte an Fahrzeugen ist erstaunlich groß und meist findet manDie großen Anbieter aus diesem Bereich heißen DriveNow, Car2go, Multicity. Diese Variante bietet große Flexibilität, da in den Regeltarifen nur nutzungsabhängige Kosten entstehen und die verfügbaren Fahrzeuge meist nicht weiter weg stehen, als es das eigene geparkte Auto in der Großsstadt tun würde.

3. Privates Carsharing

Die AirBnB-Variante unter den Carsharings. Private Carsharings haben keine eigene Fahrzeugflotte, sondern basieren auf einer Community. Man wird Mitglied in einer Art Club und kann sein eigenes Fahrzeug ebenso anbieten, wie man sich von anderen Mitgliedern Fahrzeuge entleihen kann. Tamyca, Autonetzer und Nachbarschaftsauto heißen hier die großen überregionalen Mitspieler.