31.12.2019, von Daniel Stitz

Vor allem Ridesharing und e-Carsharing-Dienste fahren häufig schon elektrisch

In ganz Deutschland sind heute über 100.000 Elektroautos zugelassen (vgl. KBA, 2019). Ursprünglich hatte sich die Bundesregierung mal zum Ziel gesetzt bis 2020, also bis Morgen, eine Million E-Fahrzeuge durch Förderung auf die Straße zu bringen. Wie dem auch sei, zumindest in deutschen Großstädten findet E-Mobilität schon eine große Verbreitung, insbesondere die zum Mieten: Unsere Grafik zeigt die Anzahl der Elektrofahrzeuge je Stadt, die von Privatpersonen durch Anmietung genutzt werden können. Sie umfasst auch Ridesharing-Dienste wie MOIA und die teilweise elektrifizierten Flotten von konventionellen Autovermietungen:

 

 

Quelle: Webseiten der Mobilitäts-Dienstleister  und Angaben der PR-Abteilungen, Stand: 2014/ 11 2019

 

Starkes Wachstum der mietbaren E-Mobilität in allen Städten

 

Die Zahlen belegen auch, dass es eine klare Tendenz zur Elektrifizierung von e-Carsharing-Flotten gibt.  Zuletzt wurde oft von gescheiterten Projekten berichtet, wie bspw. Multicity in Berlin, dass in 2018 seinen Dienst mit ca. 300 elektrischen Fahrzeugen eingestellt hat, sodass man den Eindruck gewinnen konnte, dass der E-Mobilitäts-Markt rückläufig sei. Das ist aber keineswegs der Fall. Viele neue rein elektrische Dienste und Anbieter sind in den letzten Jahren an den Start gegangen. Zum Beispiel nextmove (Autovermietung), MOIA (Ridesharing) oder WeShare (e-carsharing), um aus jeder Sparte nur ein Beispiel zu nennen.

 

Wir freuen uns auf eine spannende neue Dekade und wünschen all unseren Lesern einen guten und spannenden Start in die 20er Jahre.

Beste Grüße, Daniel Stitz

 

Die größten e-Carsharing-Anbieter 2019 nach Anzahl an Elektroautos

Insgesamt konnten wir rund 3.500 E-Fahrzeuge zählen, die sich in den Flotten der großen Carsharing-Anbieter befinden (ShareNow, das im November aus der Fusion von Car2go und DriveNow hervorgegangen ist, nicht mit einberechnet). Bei der Recherche sind wir sehr sorgfältig vorgegangen und haben Doppelzählungen vermieden indem wir Kooperationen und Netzwerkeffekte (also Fahrzeuge, die unter verschiedenen Marken mehrfach angeboten werden) berücksichtigt haben. Berücksichtigt haben wir E-Carsharing-Anbieter ab einer Flottengröße von 10 Fahrzeugen. Die Graphik dürfte somit ein genaues Bild der deutschen E-Carsharing-Landschaft abbilden:

 

 

 

w-carsharing Ranking

Quellen: Unternehmensangaben und teilweise Bestands-Auszählungen; Stand: 12 2019 (Für Flinkster, RuhrautoE und Drive CarSharing aus 2018)

 

Pure-play e-Carsharing-Dienste sind die Ausnahme – aber sehr beliebt

Die meisten e-Carsharing-Anbieter bieten gemischte Flotten im stationären Betrieb an. Auch wenn sich eine Tendenz zur Elektrifizierung erkennen lässt – wie zuletzt bei DriveNow, die Ihren Flottenanteil an elektrischen Fahrzeugen in Deutschland fast verdoppelt haben – können sich unter den großen Anbietern nur e-Wald, my-e-car, deer Carsharing, WeShare, RuhrautoE und E-Carflex als reine (pure-play) E-Carsharing-Dienste bezeichnen. Zu erkennen ist auch, dass die größten Anbieter sog. Free-floating-Anbieter sind. Das beliebteste E-Carsharing Fahrzeuge sind der BMW i3 und der e-Golf, die zusammen über 2.000 der hier genannten e-Autos stellen und bei fast allen Anbietern zu finden sind.   Auf unseren Städteseiten findet ihr weitere Informationen darüber bei welchem Anbieter, ihr welche E-Fahrzeuge mieten könnt.

 

Ausblick für 2020 – es bleibt dynamisch

Einige Anbieter sind in den letzten Jahren wieder vom Markt verschwunden. So zum Beispiel das reine e-Carsharing Multicity aus Berlin. Auf der anderen Seite stocken die klassischen Carsharing-Dienste ihre E-Flotten nach und nach weiter auf und neue Player gehen an den Start. So hat WeShare (ein Dienst aus der VW Gruppe) erst in diesem Jahr mit 1.500 e-Golf seinen Betrieb in Berlin aufgenommen. Für 2020 wurde bereits der e-Carsharing Start von WeShare mit 1.000 Elektroautos in Hamburg angekündigt. Damit würde Hamburg dann Berlin als e-Carsharing-City Nummer 1 in Deutschland voraussichtlich ablösen.

In eigener Sache: Leider konnten wir bei unserer Recherche nicht jedes E-Carsharing-Projekt berücksichtigen, da die Anzahl an häufig zeitlich begrenzten kommunalen und regionalen E-Carsharing-Projekten sehr groß ist.  Solltet Ihr feststellen, dass wir einen großen E-Carsharing-Anbieter übersehen haben, schreibt uns gerne: kontakt@e-carsharing.net

 

07.12.2019, von D. Stitz

Berlin vorne dank WeShare, Hamburg auf Platz 2 mit größter Angebotsvielfalt

In Hamburg gibt es rund 3.100 Taxis.  Eine stattliche Zahl, die erklärt warum man sie überall rumfahren und vor allem -stehen sieht. Aber das ist nichts Neues. Neu ist allerdings, dass dem etablierten Mobilitätsangebot Taxi in Hamburg mit insgesamt rund 1.800 Fahrzeugen ein ebenbürtiges Angebot an Car- und Ridesharing  gegenübersteht (Quelle: Angaben und Pressemeldungen der lokalen Anbieter, Stand 11/2019).  Wobei die Bedeutung des Wortes “gegenüberstehen” zu diskutieren wäre, da wir das Carsharing-Angebot als eine Ergänzung des Mobilitätsspektrums sehen, und nicht als ein Substitut für Taxis. Bemerkenswert ist der Anteil der E-Mobilität bei diesen Verkehrsangeboten. Rund 700 Fahrzeuge werden in Hamburg rein elektrisch betrieben werden. So befinden sich neben den 200 MOIA Ridesharing E-Bussen unter anderem auch rund 350 BMW i3 im Elektroauto-Angebot der Hansestadt

 

Anzahl Elektroautos mieten 2019

Mietbare E-Mobilität in Deutschland 2019 – Quelle: Angaben und Pressemeldungen der Anbieter. In einigen Fällen wurde die Aufteilung der E-Auto Flotten plausibel geschätzt, Stand: 11/2019

 

Rund 4.500 E-Autos vor allem in neuen Verkehrskonzepten zu finden

Insgesamt wird unser Städteranking mit 1.777 gezählten e-Fahrzeugen von Berlin angeführt. Von den rund 4.500 mietbaren E-Autos, die wir deutschlandweit registrieren konnten, befinden sich ein Drittel alleine in Berlin. Der Anteil an Elektroautos bei klassischen Autovermietungen ist dabei nach wie vor sehr gering. Größtenteils befinden sich E-Fahrzeuge bei modernen Free-floating (stationsungebundenen) Carsharing-Unternehmen oder bei Ridesharing-Diensten wie MOIA und Clevershuttle im Einsatz. So steuert alleine der  e-Carsharing-Dienst WeShare 1.500 e-Fahrzeuge (VW e-Golf)  der Berliner E-Flotte bei. Die gesamte Anzahl der zugelassenen Elektroautos in Deutschland wird für 2019 vom Kraftfahrtbundesamt mit 83.200 E-Fahrzeugen angegeben. Betrachtet man das Verhältnis von mietbaren E-Autos (E-Fahrzeugen in den Flotten von Carsahring-Diensten, Ridesharing-Unternehmen und Autovermietungen) zum Gesamtmarkt, fällt auf, dass mit weit über 4.500 Elektroautos sich deutschlandweit mit rund 5% ein beachtlicher Anteil mieten lässt.

 

 

 

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Ein kurzes Update:

Bei SIXT share läuft zur Zeit die Aktion “Crazy Share Deal” bei der man modelübergreifend von Audi A3 bis Renault ZOE für 9 Cent die Minute in und Hum Hamburg und Berlin unterwegs ist. Das ist günstiger als ein E-Scooter.

Bei Interesse einfach unten auf den Partner-Link klicken oder auf unsere Berlin oder Hamburg Seite schauen – denn in diesen Städten ist SIXT share elektrisch zur Zeit aktiv – und dort auf Direkt zum Anbieter klicken.

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Euer e-CarSharing-Team

 

SIXT Renault ZOE

Renault ZOE im SIXT Share Carsharing

 

Die Grenzen der Mobilität verschwimmen – SIXT share definiert ein neues Mobilitätskonzept

In Sachen mobile Flexibilität setzt SIXT neue Maßstäbe. Als gut vernetzter Autovermieter geht das Unternehmen mit der Zeit und erweitert seinen Service. SIXT steigt als Großanbieter mit einer vielseitigen Flotte in das Geschäftsfeld Carsharing ein und weitet es bis in die kleineren Städte aus. Gerade in den Großstädten gehört Carsharing längst zum Alltag vieler Menschen, doch mit SIXT share können Kunden Fahrzeuge auch außerhalb der städtischen Geschäftsgebiete nutzen und das Auto an einer der 500 SIXT-Stationen deutschlandweit abstellen. Los geht es mit dem stationsungebundenen (Free-floating) Carsharing Betrieb in Berlin und Hamburg.  Ab 0,19 € pro Minute kann man laut SIXT bereits ein Fahrzeug anmieten. Weitere Städte mit free-floating Carsharing-Betrieb sollen folgen.

 

Der Übergang zur klassischen Autovermietung ist fließend

Noch ein Vorteil, den die Konkurrenz bislang nicht anbietet: Wenn ein Kunde durch eine hohe Minutenzahl beim Carsharing preislich mit dem Tagestarif der Vermietung besser fahren würde, wird er automatisch auf den für ihn günstigeren Tagespreis umgebucht. So bleiben die Kosten für den Nutzer übersichtlich und man hat die Gewissheit, einen bestimmten Betrag am Tag nicht zu überschreiten.

 

SIXT verbindet in einer App Autovermietung, Fahrservice und Carsharing (*Werbelink – zur SIXT SHARE Anmeldung)

Die neue SIXT App bietet also nicht nur Carsharing – sie verbindet SIXT share mit der Autovermietung SIXT rent und dem Fahrservice SIXT ride. Der Kunde kann mit nur einer App zu jeder Zeit den für ihn passenden, mobilen Dienst wählen. So wird nicht nur das Carsharing einfach und effizient verwaltet, sondern auch die Abholung und Rückgabe von Fahrzeugen digital an einigen SIXT Stationen in ermöglicht. Ein Besuch am Counter wird überflüssig, unnötige Wartezeiten entfallen. Mit SIXT ride verfügt der Kunde in 250 Großstädten in Europa und den USA über die Option, sich fahren zu lassen. Gut 20 Millionen Kunden will SIXT mit diesem umfassenden Flexibilitätskonzept mobil machen. Hier könnt ihr euch direkt bei SIXT Share anmelden und die App herunterladen (Werbelink)

Elektroautos bei SIXT mieten

Wie bisher bei der Vermietung wird SIXT auch für das Carsharing verschiedene Hersteller und Modelle bereithalten, um dem Kunden für jeden Anlass das gewünschte Auto bieten zu können. Als eine der ersten großen Autovermietungen hat SIXT auch Elektroautos im Angebot. Im Carsharing ist das der Renault ZOE. Die Elektro-Modelle der Hersteller BMW und Jaguar können bisher klassich an vielen Stationen von Hamburg, bis München gemietet werden. In Zukunft werden aber sicher auch mehr Elektroautos im Carsharing zur Verfügung stehen. Auch damit beweist das Unternehmen SIXT, dass es sich die Innovationskultur nicht nur auf die Fahne geschrieben hat, sondern tatsächlich lebt.

 

 

Wir von e-CarSharing wünschen zum Start von SIXT share alles Gute und wünschen uns natürlich, dass der e-Share-Spirit  weiter Einzug hält, die E-Auto-Flotte möglichst schnell wächst und auch bei SIXT share, wie bei der klassischen Autovermietung von SIXT rent, Elektrofahrzeuge à la BMW i3 und Jaguar I PACE verfügbar sein werden.



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16.05.2018, Moritz Steneberg

Ein Erfahrungsbericht über das e-Carsharing am Niederrhein

Johannes Hegmans ist Geschäftsführer der Elektroauto-Vermietung MobilPower und bietet Interessenten seit kurzem seinen BMW i3 an. Zudem kann man bei dem Elektroauto-Enthusiasten einen kostenlosen Schnupperkurs zu den Themen Elektromobilität und elektrisches Carsharing belegen. Wir haben uns mit dem ausgewiesenen Mobilitätsexperten zum Plausch über Fahrgefühl, Reichweite und Wirkungsgrade getroffen.

 

e-CarSharing: Johannes, du hast dir ein Elektroauto angeschafft. Warum?

BMW i3 Frieda von MobilPower

MobilPower Gründer Johannes Hegmans vor seinem BMW i3 Frieda

Johannes: Weil ich zeigen wollte, dass e-Autos bereits alltagstauglich sind und dass es auch auf dem Land sinnvoll ist, sich zumindest den Zweitwagen zu sparen, wenn es attraktive CarSharing Angebote gibt.

 

e-CarSharing: Wie sind deine bisherigen Erfahrungen?

Johannes: Ich bin bereits seit über vier Wochen mit FRIEDA – so heißt mein BMW i3 – unterwegs und musste noch nicht ein einziges Mal an eine öffentliche Ladesäule.

 

e-CarSharing: Ist eine Batterieladung ausreichend für den Alltag im ländlichen Raum?

Johannes: FRIEDA ist für eine Reichweite von etwa 250 bis 300 Kilometer ausgelegt. Da ich überwiegend hier in der Region am Niederrhein unterwegs bin, reicht es völlig aus, wenn ich den Ladestecker abends in die normale Steckdose in meiner Garage stecke. Am nächsten Morgen ist die Batterie voll. Ich kann wieder bis zu 300 Kilometer fahren.

 

e-CarSharing: Und wenn Du mal nach Köln fährst, um Deinen Sohn zu besuchen. Wird es dann knapp mit der Batterieladung?

Johannes: Das hatte ich befürchtet, ist aber kein Problem. Die vorhandene Energie reicht vollkommen aus für die Strecke von 224 Kilometern. Als die Batterie doch einmal in die Knie ging, hatte FRIEDA eine Lösung parat: einen Reichweitenverlängerer, genannt REX (Range Extender). Wenn die Batterie tatsächlich mal schwach wird, greift der REX auf eine kleine Benzinreserve zurück, mit der die Batterie in Notfällen während der Fahrt aufgeladen werden kann.

 

e-CarSharing: Wie empfindest du das Fahrerlebnis in einem Elektroauto? War es für dich eine große Umstellung?

Johannes: Das ist das Beste daran. Man fährt nicht, man gleitet dahin, völlig lautlos, solange man die Reifenfahrgeräusche bei niedriger Geschwindigkeit nicht hört. Das ist ein tolles Gefühl. Nur Fliegen ist schöner. (lacht) Auch die Kraft beim Überholen ist beeindruckend. Von Null auf Hundert, das schafft FRIEDA in 7 Sekunden! Das ist ein großartiges Gefühl.

 

e-CarSharing: Wie viel verbraucht dein Stromer so?

Johannes: Na ja, das ist ein bisschen schwierig zu erklären. Je nach Fahrweise so zwischen 15 und 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Am besten kann man das für sich vergleichbar machen, wenn man weiß, dass in Diesel oder Benzin etwa 10 Kilowattstunden Energie pro Liter stecken. Das bedeutet also: Der Stromer verbraucht etwa 2 Liter auf 100 Kilometer. Das ist außerordentlich wenig, verglichen mit allem, was wir so aus der Verbrenner-Szene kennen.

 

e-CarSharing: Ist das denn tatsächlich so vergleichbar?

Johannes: Ja, ist es. Aber das hängt damit zusammen, dass bei Benzin oder Dieselmotoren weit mehr als drei Viertel als Wärme und sonstige Verluste verloren gehen. Man spricht da von einem geringen Wirkungsgrad. Das ist seit mehr als 40 Jahren mein berufliches Fachgebiet als Geschäftsführer der Plan Energie GmbH & Co KG.

 

e-CarSharing: Also hat Strom generell einen höheren Wirkungsgrad?

Johannes: Das hängt davon ab, woraus der Strom hergestellt wurde. Wenn wir für die E-Mobilität z.B. Strom aus Kohle verwenden würden, dann hätte er auch keinen höheren Wirkungsgrad, weil bei der Stromproduktion aus Kohle immer mehr als die Hälfte als Wärme verloren geht. Das bedeutet, die Elektromobilität ist eigentlich nur wirklich umweltfreundlicher als die Verbrennungsmotoren, wenn der Strom aus erneuerbarer Energie, wie Fotovoltaik oder Windkraft, gewonnen wird. Das sollten wir berücksichtigen, wenn wir uns nicht selbst betrügen wollen.

 

e-CarSharing: Das heißt, durch die Anschaffung eines Elektroautos tut man der Natur nicht automatisch etwas Gutes?

Johannes: Wie schon gesagt, Elektroautos sind nicht perse’ umweltfreundlicher als Verbrenner. Der Strom für die E-Mobilität muss aus erneuerbaren Quellen stammen, wenn er in Sachen Kohlendioxid CO2 und bei Stickoxiden NOX günstiger sein soll. Aber das kontrolliert keiner, obwohl es ständig erwähnt wird. Deshalb soll die Marke: MobilPower ein Synonym dafür sein, dass eine Balance hinsichtlich des Energieeinsatzes garantiert wird: Es werden pro Jahr so viele zusätzliche neue Kraftwerkskapazitäten für die E-Mobilität geschaffen, wie die neu zugelassenen eAutos an Strom verbrauchen. Nur dann haben wir wirklich eine Entlastung.

 

e-CarSharing: Du willst das Auto im eCarSharing am Niederrhein betreiben. Hast Du damit Erfolg?

Johannes: Die Grundüberlegung war, dass alle bisherigen CarSharing Versuche auf dem Land nur durch hohe öffentliche Zuschüsse funktionieren. Als Kaufmann wollte ich erreichen, dass es auch ohne Zuschüsse geht und trotzdem wirtschaftlich ist. Da braucht man natürlich einen langen Atem. Aber ich bin davon überzeugt, dass eCarSharing mittelfristig auch auf dem Land wirtschaftlich funktionieren wird.

 

e-CarSharing: Für welche Zielgruppe ist das Angebot von MobilPower gedacht?

Johannes: Es könnte, wenn es optimal läuft, die meisten Zweitwagen ersetzen. Die verfügbaren Reichweiten von bis zu 300 km sind dafür vollkommen ausreichend. Sobald es also gelingt, die Bedenken wegen der zu geringen Reichweiten und der hohen Kosten auszuräumen, würden viele sicherlich auf den eigenen Zweitwagen verzichten und attraktive eCarSharing Angebote annehmen.

 

e-CarSharing: Was ist mit den Pendlern, die täglich vom Land in die Stadt und wieder zurückfahren?

Johannes: Natürlich muss das Öffentliche Nahverkehrsangebot umweltfreundlich ausgebaut werden. Aber es passt eben nicht für alle. Für viele Pendler bleibt es umständlich und zeitaufwendig. Hier bietet sich das e-Auto für Fahrgemeinschaften an. Ideal wäre, wenn diese Fahrzeuge dann tagsüber am Zielort oder abends am Startort noch zusätzlich von weiteren Nutzern gefahren werden könnten. Das wollen wir durch spezielle Vielfahrer- und Pendlertarife unterstützen. Und es würde auch steuerlich sowohl für die Pendler als auch für die Arbeitgeber belohnt.

 

e-CarSharing: Wie sieht die Preisgestaltung bei MobilPower aus?

Johannes: Die CarSharing Angebote in den Großstädten basieren meist auf einer Kombination aus Minuten- und Kilometer-Pauschalen. Auf dem Land braucht man selten ein Auto minutenweise für die innerörtliche Mobilität. Meist geht es um Arztbesuche, Shopping, Restaurantbesuche und andere Anlässe in den Nachbarstädten. Deshalb bieten wir unseren Toptarif für pauschal 18 € inklusive 50 Freikilometer an. Das reicht meistens für den Bedarf. Weitere Stunden kosten 8 € und 25 Cent pro Kilometer. Bei einer Vorausbuchung können im Schnuppertarif mit 10 Stunden pro Monat oder im Pendlertarif an 5 Tagen pro Woche noch erhebliche Vergünstigungen auf den Toptarif erzielt werden.

 

e-CarSharing: Wie kann man mit dir in Kontakt treten?

Johannes: Meine Webseite findet man unter mobilpower.com. Alternativ können sich Interessenten per E-Mail an Johannes.Hegmans@gmail.com oder per Telefon unter 0172 2816790 melden.

 

e-CarSharing: Vielen Dank für das Gespräch! Uns freut es sehr, dass wir Sie bei Ihrer Geschäftsidee durch eine Aufnahme und Listung auf e-CarSharing.net unterstützen können.

08.04.2018, von Moritz Steneberg und Daniel Stitz |

E-Car4Now? Zwei der größten Elektroauto-Vermieter car2go und DriveNow fusionieren

Die beiden Giganten des deutschen Carsharing-Markts, Daimler mit car2go und BMW mit DriveNow, haben nun offiziell bestätigt, was bereits seit Monaten als Gerücht die Runde machte: eine Fusion der beiden Dienste car2go und DriveNow. Die Services beider Anbieter sollen vereint und strategisch ausgebaut werden. Beide Unternehmen werden jeweils 50 Prozent des Joint-Ventures halten.

 

car2go in Berlin

car2go in Berlin © Daimler

 

BMW i3 im Carsharing in Hamburg © DriveNow

BMW i3 im Carsharing in Hamburg © DriveNow

 

Übergeordnetes Ziel sei es, der führende Anbieter innovativer Mobilitätskonzepte zu sein und letztendlich zu einer emissionsfreien Zukunft zu gelangen. Man wolle starke Signale an neue Wettbewerber senden. Hiermit scheint u.a. Uber gemeint, welches zukünftig einen autonom-fahrenden Taxiservice anbieten will.

 

Über 1000 Elektroautos unter einem (e-)Carsharing Dach?

Beide Anbieter bieten Ihre Dienste bisher im stationsunabhängigen free-floating Betrieb mit  jeweils ca. 500 Elektroautos in Ihren Flotten an. DriveNow bietet insgeamt 470 BMW i3 in Hamburg, Berlin, München, Köln und Düsseldorf zur Kurzzeitmiete und car2go 500 smart electric drive sowie 50 elektrische B-Klassen flexibel im Geschäftsgebiet in Stuttgart zum Mieten per Carsharing an.

 

Wir sind gespannt welche Auswirkungen die Fusion auf die eingesetzten Fahrzeugtypen und die Anzahl der E-Autos in den jeweiligen Stadt-Flotten haben wird. Ebenso wird es spannend unter welchem Namen der neue Carsharing-Dienst firmieren wird: car4now oder gar e-car4now? 😉

 

Quelle: bmwblog.com

04.04.2018, von Moritz Steneberg

Trend – Elektroautos per Carsharing mieten

Der gängiste Weg ein Elektroauto zu mieten und zu nutzen, scheint nach wie vor das Carsharing zu sein. Obwohl es mittlerweile auch ein gutes Angebot an E-Autos bei klassischen Autovermietungen gibt, finden wohl die meisten elektrisch gefahrenen Kilometer in Carsharing-Fahrzeugen statt.

 

Wir von e-CarSharing.net beobachten schon seit 2014 einen überproportional großen Anteil von Elektroautos in den Carsharing-Flotten, im Vergleich zum Anteil, den diese im privaten PKW-Bestand ausmachen. Die Zahlen des Bundesverbands Carsharing (BCS) stützen diese Beobachtung. Wir haben die interessantesten Zahlen mal für euch in einer Infografik aufbereitet.

 

Elektroautos im Carsharing

Infografik Carsharing – Über 2 Mio Nutzer bei 10% Elektroauto-Anteil; Quelle: Bundesverband CarSharing e.V.

 

Laut BCS sind über 1,5 Mio Carsharing-Nutzer bei stationsunabhängigen, sog. “free-floating” Anbietern angemeldet. In diesem Segment fällt der Anteil an Elektroautos noch deutlich höher aus. Von den 7.900 free-floating Fahrzeugen, sind nach unseren Recherchen über 1000 Elektroautos, die sich vor allem auf die Städte Hamburg, Berlin, Köln, München und Stuttgart verteilen.

21.03.2018, von Moritz Steneberg und Daniel Stitz

Das E-Carsharing Angebot auf der iberischen Halbinsel wächst

Der zur französischen Group PSA zugehörige E-Carsharing-Anbieter emov verkündete diese Woche seine Expansion in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Der Rollout des Services in Portugal soll laut PSA aus 150 Citroën C-Zero bestehen und noch im April erfolgen. Damit wäre emov der erste rein-elektrische Carsharing-Anbieter des Landes.

 

emov ist auf der iberischen Halbinsel bereits mit 600 Elektroautos in Madrid vertreten und konnte dort laut eigenen Angaben seit dem Start im Dezember 2016 bereits 160.000 Kunden gewinnen. Ein Vorteil gegenüber dem Service in Madrid: In Lissabon werden Fahrten nicht nur im Stadtzentrum, sondern auch an den am Stadtrand gelegenen Flughafen möglich sein. Dies dürfte besonders für Touristen und Geschäftsleute interessant sein.

 

Zum Vergleich: Negative Entwicklung des e-Carsharing-Angebots in Berlin

 

In Portugal und Spanien geht man in die richtige Richtung und schafft neue E-Mobilitäts-Angebote anstatt e-Carsharing-Dienste wieder einzustellen. Group PSA stellte erst Ende vergangenen Jahres seinen Dienst in der Bundeshauptstadt Berlin ein. Als Grund wurde damals zu wenig Anstrengung seitens der Politik genannt, die notwendige Infrastruktur aufzubauen. Man muss allerdings gestehen, dass das Angebot an mietbarer E-Mobilität in einigen deutschen Großstädten wie Hamburg, Berlin, Köln, München und im Ruhrgebiet dennoch recht umfangreich ist.

 

 

Quelle: groupe-psa.com

07.03.2018, von Moritz Steneberg und Daniel Stitz

 

10% Elektroautos in Carsharing-Flotten

 

Ende Februar gab der Bundesverband CarSharing bekannt, dass die Anzahl der CarSharing-Nutzer in Deutschland zu Beginn des Jahres erstmals die 2-Millionen-Marke überschritten habe. Aktuell seien 2.110.000 Kunden bei den 165 Anbietern registriert. Damit habe der Service die Nische verlassen und leiste einen bedeutenden Beitrag zur Mobilitätswende in Deutschland.

 

Insgesamt stellen alle Anbieter zusammen 17.950 Fahrzeuge bereit, wovon über 1700 Elektroautos sind. Dabei entfallen 10.050 der Carsharing-Fahrzeuge auf stationsbasierte- und 7.900 auf Free-floating-Anbieter entfallen. Interessante Kennzahl: Der Anteil von elektrisch-betriebenen Fahrzeugen (Elektroautos) in den Flotten ist dabei mit 10% sogar 100 Mal höher als im bundesweiten PKW-Bestand (privat und gewerblich) mit 0,1%.

 

Free-floating Carsharing entwickelt sich zum Elektroauto-Carsharing

 

Der Anteil von Elektrofahrzeugen im Free-floating Betrieb wächst dabei überdurschnittlich stark.  Unsere Recherchen zeigen, dass bereits etwa 15% (1240) dieser Fahrzeuge Elektroautos sind.

Nach Ankündigung von DriveNow und car2go den Elektroauto-Bestand ihrer Flotten in 2018 deutlich zu erhöhen, dürften bald ein Viertel aller Fahrzeuge im Free-floating (stationsungebundenen) Carsharing E-Autos sein.

Einen städtebezogenen Überblick über die mietbare Elektromobilität, bieten wir euch als Service auf unserer Hauptseite an.

 

Quelle:  Bundesverband CarSharing ; e-CarSharing Redaktion 2018