16.05.2018, Moritz Steneberg

Ein Erfahrungsbericht über das e-Carsharing am Niederrhein

Johannes Hegmans ist Geschäftsführer der Elektroauto-Vermietung MobilPower und bietet Interessenten seit kurzem seinen BMW i3 an. Zudem kann man bei dem Elektroauto-Enthusiasten einen kostenlosen Schnupperkurs zu den Themen Elektromobilität und elektrisches Carsharing belegen. Wir haben uns mit dem ausgewiesenen Mobilitätsexperten zum Plausch über Fahrgefühl, Reichweite und Wirkungsgrade getroffen.

 

e-CarSharing: Johannes, du hast dir ein Elektroauto angeschafft. Warum?

BMW i3 Frieda von MobilPower

MobilPower Gründer Johannes Hegmans vor seinem BMW i3 Frieda

Johannes: Weil ich zeigen wollte, dass e-Autos bereits alltagstauglich sind und dass es auch auf dem Land sinnvoll ist, sich zumindest den Zweitwagen zu sparen, wenn es attraktive CarSharing Angebote gibt.

 

e-CarSharing: Wie sind deine bisherigen Erfahrungen?

Johannes: Ich bin bereits seit über vier Wochen mit FRIEDA – so heißt mein BMW i3 – unterwegs und musste noch nicht ein einziges Mal an eine öffentliche Ladesäule.

 

e-CarSharing: Ist eine Batterieladung ausreichend für den Alltag im ländlichen Raum?

Johannes: FRIEDA ist für eine Reichweite von etwa 250 bis 300 Kilometer ausgelegt. Da ich überwiegend hier in der Region am Niederrhein unterwegs bin, reicht es völlig aus, wenn ich den Ladestecker abends in die normale Steckdose in meiner Garage stecke. Am nächsten Morgen ist die Batterie voll. Ich kann wieder bis zu 300 Kilometer fahren.

 

e-CarSharing: Und wenn Du mal nach Köln fährst, um Deinen Sohn zu besuchen. Wird es dann knapp mit der Batterieladung?

Johannes: Das hatte ich befürchtet, ist aber kein Problem. Die vorhandene Energie reicht vollkommen aus für die Strecke von 224 Kilometern. Als die Batterie doch einmal in die Knie ging, hatte FRIEDA eine Lösung parat: einen Reichweitenverlängerer, genannt REX (Range Extender). Wenn die Batterie tatsächlich mal schwach wird, greift der REX auf eine kleine Benzinreserve zurück, mit der die Batterie in Notfällen während der Fahrt aufgeladen werden kann.

 

e-CarSharing: Wie empfindest du das Fahrerlebnis in einem Elektroauto? War es für dich eine große Umstellung?

Johannes: Das ist das Beste daran. Man fährt nicht, man gleitet dahin, völlig lautlos, solange man die Reifenfahrgeräusche bei niedriger Geschwindigkeit nicht hört. Das ist ein tolles Gefühl. Nur Fliegen ist schöner. (lacht) Auch die Kraft beim Überholen ist beeindruckend. Von Null auf Hundert, das schafft FRIEDA in 7 Sekunden! Das ist ein großartiges Gefühl.

 

e-CarSharing: Wie viel verbraucht dein Stromer so?

Johannes: Na ja, das ist ein bisschen schwierig zu erklären. Je nach Fahrweise so zwischen 15 und 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Am besten kann man das für sich vergleichbar machen, wenn man weiß, dass in Diesel oder Benzin etwa 10 Kilowattstunden Energie pro Liter stecken. Das bedeutet also: Der Stromer verbraucht etwa 2 Liter auf 100 Kilometer. Das ist außerordentlich wenig, verglichen mit allem, was wir so aus der Verbrenner-Szene kennen.

 

e-CarSharing: Ist das denn tatsächlich so vergleichbar?

Johannes: Ja, ist es. Aber das hängt damit zusammen, dass bei Benzin oder Dieselmotoren weit mehr als drei Viertel als Wärme und sonstige Verluste verloren gehen. Man spricht da von einem geringen Wirkungsgrad. Das ist seit mehr als 40 Jahren mein berufliches Fachgebiet als Geschäftsführer der Plan Energie GmbH & Co KG.

 

e-CarSharing: Also hat Strom generell einen höheren Wirkungsgrad?

Johannes: Das hängt davon ab, woraus der Strom hergestellt wurde. Wenn wir für die E-Mobilität z.B. Strom aus Kohle verwenden würden, dann hätte er auch keinen höheren Wirkungsgrad, weil bei der Stromproduktion aus Kohle immer mehr als die Hälfte als Wärme verloren geht. Das bedeutet, die Elektromobilität ist eigentlich nur wirklich umweltfreundlicher als die Verbrennungsmotoren, wenn der Strom aus erneuerbarer Energie, wie Fotovoltaik oder Windkraft, gewonnen wird. Das sollten wir berücksichtigen, wenn wir uns nicht selbst betrügen wollen.

 

e-CarSharing: Das heißt, durch die Anschaffung eines Elektroautos tut man der Natur nicht automatisch etwas Gutes?

Johannes: Wie schon gesagt, Elektroautos sind nicht perse’ umweltfreundlicher als Verbrenner. Der Strom für die E-Mobilität muss aus erneuerbaren Quellen stammen, wenn er in Sachen Kohlendioxid CO2 und bei Stickoxiden NOX günstiger sein soll. Aber das kontrolliert keiner, obwohl es ständig erwähnt wird. Deshalb soll die Marke: MobilPower ein Synonym dafür sein, dass eine Balance hinsichtlich des Energieeinsatzes garantiert wird: Es werden pro Jahr so viele zusätzliche neue Kraftwerkskapazitäten für die E-Mobilität geschaffen, wie die neu zugelassenen eAutos an Strom verbrauchen. Nur dann haben wir wirklich eine Entlastung.

 

e-CarSharing: Du willst das Auto im eCarSharing am Niederrhein betreiben. Hast Du damit Erfolg?

Johannes: Die Grundüberlegung war, dass alle bisherigen CarSharing Versuche auf dem Land nur durch hohe öffentliche Zuschüsse funktionieren. Als Kaufmann wollte ich erreichen, dass es auch ohne Zuschüsse geht und trotzdem wirtschaftlich ist. Da braucht man natürlich einen langen Atem. Aber ich bin davon überzeugt, dass eCarSharing mittelfristig auch auf dem Land wirtschaftlich funktionieren wird.

 

e-CarSharing: Für welche Zielgruppe ist das Angebot von MobilPower gedacht?

Johannes: Es könnte, wenn es optimal läuft, die meisten Zweitwagen ersetzen. Die verfügbaren Reichweiten von bis zu 300 km sind dafür vollkommen ausreichend. Sobald es also gelingt, die Bedenken wegen der zu geringen Reichweiten und der hohen Kosten auszuräumen, würden viele sicherlich auf den eigenen Zweitwagen verzichten und attraktive eCarSharing Angebote annehmen.

 

e-CarSharing: Was ist mit den Pendlern, die täglich vom Land in die Stadt und wieder zurückfahren?

Johannes: Natürlich muss das Öffentliche Nahverkehrsangebot umweltfreundlich ausgebaut werden. Aber es passt eben nicht für alle. Für viele Pendler bleibt es umständlich und zeitaufwendig. Hier bietet sich das e-Auto für Fahrgemeinschaften an. Ideal wäre, wenn diese Fahrzeuge dann tagsüber am Zielort oder abends am Startort noch zusätzlich von weiteren Nutzern gefahren werden könnten. Das wollen wir durch spezielle Vielfahrer- und Pendlertarife unterstützen. Und es würde auch steuerlich sowohl für die Pendler als auch für die Arbeitgeber belohnt.

 

e-CarSharing: Wie sieht die Preisgestaltung bei MobilPower aus?

Johannes: Die CarSharing Angebote in den Großstädten basieren meist auf einer Kombination aus Minuten- und Kilometer-Pauschalen. Auf dem Land braucht man selten ein Auto minutenweise für die innerörtliche Mobilität. Meist geht es um Arztbesuche, Shopping, Restaurantbesuche und andere Anlässe in den Nachbarstädten. Deshalb bieten wir unseren Toptarif für pauschal 18 € inklusive 50 Freikilometer an. Das reicht meistens für den Bedarf. Weitere Stunden kosten 8 € und 25 Cent pro Kilometer. Bei einer Vorausbuchung können im Schnuppertarif mit 10 Stunden pro Monat oder im Pendlertarif an 5 Tagen pro Woche noch erhebliche Vergünstigungen auf den Toptarif erzielt werden.

 

e-CarSharing: Wie kann man mit dir in Kontakt treten?

Johannes: Meine Webseite findet man unter mobilpower.com. Alternativ können sich Interessenten per E-Mail an Johannes.Hegmans@gmail.com oder per Telefon unter 0172 2816790 melden.

 

e-CarSharing: Vielen Dank für das Gespräch! Uns freut es sehr, dass wir Sie bei Ihrer Geschäftsidee durch eine Aufnahme und Listung auf e-CarSharing.net unterstützen können.

08.04.2018, von Moritz Steneberg und Daniel Stitz |

E-Car4Now? Zwei der größten Elektroauto-Vermieter car2go und DriveNow fusionieren

Die beiden Giganten des deutschen Carsharing-Markts, Daimler mit car2go und BMW mit DriveNow, haben nun offiziell bestätigt, was bereits seit Monaten als Gerücht die Runde machte: eine Fusion der beiden Dienste car2go und DriveNow. Die Services beider Anbieter sollen vereint und strategisch ausgebaut werden. Beide Unternehmen werden jeweils 50 Prozent des Joint-Ventures halten.

 

car2go in Berlin

car2go in Berlin © Daimler

 

BMW i3 im Carsharing in Hamburg © DriveNow

BMW i3 im Carsharing in Hamburg © DriveNow

 

Übergeordnetes Ziel sei es, der führende Anbieter innovativer Mobilitätskonzepte zu sein und letztendlich zu einer emissionsfreien Zukunft zu gelangen. Man wolle starke Signale an neue Wettbewerber senden. Hiermit scheint u.a. Uber gemeint, welches zukünftig einen autonom-fahrenden Taxiservice anbieten will.

 

Über 1000 Elektroautos unter einem (e-)Carsharing Dach?

Beide Anbieter bieten Ihre Dienste bisher im stationsunabhängigen free-floating Betrieb mit  jeweils ca. 500 Elektroautos in Ihren Flotten an. DriveNow bietet insgeamt 470 BMW i3 in Hamburg, Berlin, München, Köln und Düsseldorf zur Kurzzeitmiete und car2go 500 smart electric drive sowie 50 elektrische B-Klassen flexibel im Geschäftsgebiet in Stuttgart zum Mieten per Carsharing an.

 

Wir sind gespannt welche Auswirkungen die Fusion auf die eingesetzten Fahrzeugtypen und die Anzahl der E-Autos in den jeweiligen Stadt-Flotten haben wird. Ebenso wird es spannend unter welchem Namen der neue Carsharing-Dienst firmieren wird: car4now oder gar e-car4now? 😉

 

Quelle: bmwblog.com

04.04.2018, von Moritz Steneberg

Trend – Elektroautos per Carsharing mieten

Der gängiste Weg ein Elektroauto zu mieten und zu nutzen, scheint nach wie vor das Carsharing zu sein. Obwohl es mittlerweile auch ein gutes Angebot an E-Autos bei klassischen Autovermietungen gibt, finden wohl die meisten elektrisch gefahrenen Kilometer in Carsharing-Fahrzeugen statt.

 

Wir von e-CarSharing.net beobachten schon seit 2014 einen überproportional großen Anteil von Elektroautos in den Carsharing-Flotten, im Vergleich zum Anteil, den diese im privaten PKW-Bestand ausmachen. Die Zahlen des Bundesverbands Carsharing (BCS) stützen diese Beobachtung. Wir haben die interessantesten Zahlen mal für euch in einer Infografik aufbereitet.

 

Elektroautos im Carsharing

Infografik Carsharing – Über 2 Mio Nutzer bei 10% Elektroauto-Anteil; Quelle: Bundesverband CarSharing e.V.

 

Laut BCS sind über 1,5 Mio Carsharing-Nutzer bei stationsunabhängigen, sog. „free-floating“ Anbietern angemeldet. In diesem Segment fällt der Anteil an Elektroautos noch deutlich höher aus. Von den 7.900 free-floating Fahrzeugen, sind nach unseren Recherchen über 1000 Elektroautos, die sich vor allem auf die Städte Hamburg, Berlin, Köln, München und Stuttgart verteilen.

21.03.2018, von Moritz Steneberg und Daniel Stitz

Das E-Carsharing Angebot auf der iberischen Halbinsel wächst

Der zur französischen Group PSA zugehörige E-Carsharing-Anbieter emov verkündete diese Woche seine Expansion in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Der Rollout des Services in Portugal soll laut PSA aus 150 Citroën C-Zero bestehen und noch im April erfolgen. Damit wäre emov der erste rein-elektrische Carsharing-Anbieter des Landes.

 

emov ist auf der iberischen Halbinsel bereits mit 600 Elektroautos in Madrid vertreten und konnte dort laut eigenen Angaben seit dem Start im Dezember 2016 bereits 160.000 Kunden gewinnen. Ein Vorteil gegenüber dem Service in Madrid: In Lissabon werden Fahrten nicht nur im Stadtzentrum, sondern auch an den am Stadtrand gelegenen Flughafen möglich sein. Dies dürfte besonders für Touristen und Geschäftsleute interessant sein.

 

Zum Vergleich: Negative Entwicklung des e-Carsharing-Angebots in Berlin

 

In Portugal und Spanien geht man in die richtige Richtung und schafft neue E-Mobilitäts-Angebote anstatt e-Carsharing-Dienste wieder einzustellen. Group PSA stellte erst Ende vergangenen Jahres seinen Dienst in der Bundeshauptstadt Berlin ein. Als Grund wurde damals zu wenig Anstrengung seitens der Politik genannt, die notwendige Infrastruktur aufzubauen. Man muss allerdings gestehen, dass das Angebot an mietbarer E-Mobilität in einigen deutschen Großstädten wie Hamburg, Berlin, Köln, München und im Ruhrgebiet dennoch recht umfangreich ist.

 

 

Quelle: groupe-psa.com

07.03.2018, von Moritz Steneberg und Daniel Stitz

 

10% Elektroautos in Carsharing-Flotten

 

Ende Februar gab der Bundesverband CarSharing bekannt, dass die Anzahl der CarSharing-Nutzer in Deutschland zu Beginn des Jahres erstmals die 2-Millionen-Marke überschritten habe. Aktuell seien 2.110.000 Kunden bei den 165 Anbietern registriert. Damit habe der Service die Nische verlassen und leiste einen bedeutenden Beitrag zur Mobilitätswende in Deutschland.

 

Insgesamt stellen alle Anbieter zusammen 17.950 Fahrzeuge bereit, wovon über 1700 Elektroautos sind. Dabei entfallen 10.050 der Carsharing-Fahrzeuge auf stationsbasierte- und 7.900 auf Free-floating-Anbieter entfallen. Interessante Kennzahl: Der Anteil von elektrisch-betriebenen Fahrzeugen (Elektroautos) in den Flotten ist dabei mit 10% sogar 100 Mal höher als im bundesweiten PKW-Bestand (privat und gewerblich) mit 0,1%.

 

Free-floating Carsharing entwickelt sich zum Elektroauto-Carsharing

 

Der Anteil von Elektrofahrzeugen im Free-floating Betrieb wächst dabei überdurschnittlich stark.  Unsere Recherchen zeigen, dass bereits etwa 15% (1240) dieser Fahrzeuge Elektroautos sind.

Nach Ankündigung von DriveNow und car2go den Elektroauto-Bestand ihrer Flotten in 2018 deutlich zu erhöhen, dürften bald ein Viertel aller Fahrzeuge im Free-floating (stationsungebundenen) Carsharing E-Autos sein.

Einen städtebezogenen Überblick über die mietbare Elektromobilität, bieten wir euch als Service auf unserer Hauptseite an.

 

Quelle:  Bundesverband CarSharing ; e-CarSharing Redaktion 2018

09.01.2018, von Moritz Steneberg

 

Düsseldorf will sein Netz an Ladesäulen in diesem Jahr stark erweitern, so Berichten von rp-online.de zufolge. Derzeit verfügt die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt bereits über 80 Ladesäulen mit Kapazität, um 200 Elektroautos gleichzeitig zu laden. Hinzukommen sollen weitere 50. Die Verteilung der aktuell vorhandenen Säulen auf das Stadtgebiet ist ungleich. Während sich die meisten in Zentrumsnähe befinden, sind die Randgebiete eher spärlich versorgt. Dies soll sich nun ändern. Der Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur kommt nicht nur Fahrern von Privatfahrzeugen zugute.

 

Wichtiger Schritt für mietbare E-Mobilität in der Region

Dies wird der Elektromobilität in Düsseldorf weiter auf die Sprünge helfen und insbesondere auch e-Carsharing-Dienste dürften profitieren. DriveNow bspw. honoriert das Abstellen von geliehenen Fahrzeugen an Ladesäulen mit 30 Freiminuten.

 

 

Elektomobilität durch e-Carsharing E-Carflex in Düsseldorf

Ein Beispiel für Düsseldorfer E-Mobilität: E-Carflex ist ein lokales e-Carsharing-Projekt

 

 

Quelle: rp-online.de

Sponsored Article / Anzeige:

Tesla mieten bei Strominator

Die Elektroautovermietung Strominator bietet deutschlandweit Premium-Elektrofahrzeuge von Tesla zum Mieten an. Aktuell umfasst der Fuhrpark 40 E-Fahrzeuge des Herstellers TESLA. Verschiedene Tesla Model S (75D, 85D, 90D, P90D) und Tesla Model Model X (75D, 90D, P90D) sind in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten verfügbar.

Elektroauto-Vermietung STROMINATOR

100% Elektroauto-Vermietung  STROMINATOR

Von einem dynamischen Tag bis zur Langzeitmiete mit flexiblen Kündigungsoptionen ist alles möglich. Mieter können ihren „Traumwagen“ zudem jederzeit kaufen.

Tesla Model S ist in allen genannten Städten verfügbar. Tesla Model X ist derzeit in folgenden Städten verfügbar: Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Leipzig, Arnstadt.

12.12.2017, von Daniel Stitz

Hohe Verfügbarkeit von mietbaren Elektroautos in Hamburg

 

Ein spannendes Jahr geht zu Ende. Spannungsvoll ist 2017 auch die Entwicklung der urbanen Mobilität in Hamburg gewesen: Der Ausbau der Ladeinfrastruktur wurde stark vorangetrieben und diverse Absichtserklärungen zwischen Politik und Wirtschaft zum Ausbau der E-Mobilität getroffen worden. Schon jetzt hat Hamburg ein recht ordentliches Angebot an Elektroautos zum Mieten, das sich hinter Berlin, Köln und München nicht verstecken muss.

 

Auswirkung auf mietbare E-Mobilität

 

Carsharing vs. Autovermietung: Infografik E-Auto Verteilung in Hamburg - Mietbare Elektroautos in Hamburg 2017

Carsharing vs. Autovermietung: Mietbare E-Autos in Hamburg 2017. Quelle: e-CarSharing.net Recherche, Stand 12.2017

 

Von den insgesamt ca. 1200 zugelassenen Elektroautos stehen den Hamburgern zum Jahresende über 230 E-Autos zum Mieten zur Verfügung. Über 20% der Hamburger E-Mobilität wird also vermietet. Aber nicht nur die Entwicklung des E-Auto Bestandes ist beeindruckend, auch die Anzahl der Elektroauto-Anbieter – uns sind derzeit 10 bekannt – ist bemerkenswert. Dominiert wird das Angebot durch Carsharing-Dienste. Für 2018 erwarten wir vor allem bei den klassischen Autovermietungen (Sixt, STARCAR, Europcar etc.) eine deutliche Vergrößerung der Elektroautoflotten. Auch Daimlers car2go hat bereits angekündigt ihre Carsharing-Flotte in Hamburg in den kommenden Jahren mit dem smart ed zu elektrifizieren.

 

 

 

 

 

10.12.2017, von Daniel Stitz

BMW i3 im free-floating Carsharing mieten

Der Carsharing-Anbieter DriveNow setzt bei seiner Hamburger Flotte zunehmend auf Elektromobilität. So berichtet das Hamburger Abendblatt, dass bereits Ende des Jahres 200 der insgesamt 650 in der Hansestadt verfügbaren DriveNow-Fahrzeuge aus dem vollelektrischen Elektroauto BMW i3 bestehen sollen. Damit steigt auch die E-Auto Verfügbarkeit in Hamburg insgesamt. Denn bevor DriveNow in 2015 seine BMW i3 E-Autos eingeflottet hatte, gab es in Hamburg gerade mal ein paar dutzend Elektroautos bei anderen Anbietern zu mieten.

 

DriveNow Testfahrt: BMW i3 Landungsbrücken

DriveNow Testfahrt: BMW i3 Landungsbrücken

 

Als Grund für den Ausbau nannte DriveNow laut Hamburger Abendblatt vor allem den Fortschritt der Stadt beim Ausbau von Ladesäulen. Diese seien wichtig, da sich Kunden 30 Freiminuten durch das Abstellen der Fahrzeuge an Ladesäulen verdienen könnten und DriveNow zudem nicht gezwungen sei, die Fahrzeuge zum Tanken temporär aus dem Verkehr zu ziehen.

DriveNow Testfahrt: BMW i3 Ladepunkt Hamburg Altona

DriveNow Testfahrt: BMW i3 Ladepunkt Hamburg Altona

 

Derzeit verfüge die Stadt bereits über 650 Ladepunkte für E-Autos.