Die Carsharing-Arten in der Übersicht

31.01.2014, von Daniel Stitz

Die Entwicklung von Carsharing

Es mag dem Smartphone-affinen Kunden eines Free-Floating Carsharing-Anbieters wundern, aber Carsharing ist prinzipiell eine alte Idee. So startete beispielsweise stadt-teil-auto Göttingen bereits 1992 in einer Universitätsstadt.

Carsharing in Deutschland

 Marktentwicklung im Carsharing Nutzer und Fahrzeuge

Marktentwicklung im Carsharing ,    Quelle: f/21- Büro für Zukunftfragen aus focus online/

Das älteste Carsharing-Unternehmen ist StattAuto aus Berlin, das bereits in den 80er Jahren gegründet wurde und mittlerweile als Greenwheels überregional bekannt ist.

Jedoch ist der Begriff Carsharing erst in den letzten Jahren richtig populär geworden. Das hängt vermutlich mit den neuen Geschäftsmodellen wie dem Free-Floating und den Einsatzmöglichkeiten und Varianten  z.B. im e-carsharing zusammen. Aus unserer Sicht passen Elektromobilität und Carsharing ideal zusammen, da sich beide Konzepte primär auf urbane Kurzstreckenmobilität konzentrieren, ökologische Aspekte in den Vordergrund stellen und Prestige eine untergeordnete Rolle spielt.

Hier gibt es noch ein paar weitere interessante Fakten zur Entwicklung.

Eine kurze Übersicht über die Carsharing-Arten

1. Klassisches stationäres Carsharing

Ähnlich wie bei einer Autovermietung werden Fahrzeuge stationsgebunden angemietet und abgegeben. Wobei es jedoch in den Städten je nach Anbieter eine Vielzahl an Stationen geben kann. Flinkster, Cambio & Drive-Carsharing sind Vertreter dieser klassichen Variante.

2. Free-Floating oder Geschäftsgebiet Carsharing

Hier kommen die neuen Möglichkeiten der Smartphones zum Einsatz. Durch Internet und Smartphone Apps ist ersichtlich wo Carsharing-Fahrzeuge stationsunabhängig verfügbar sind. Die Informationen gehen soweit, dass man auch den Betankungsstand und ähnliches einsehen kann. Die dichte an Fahrzeugen ist erstaunlich groß und meist findet manDie großen Anbieter aus diesem Bereich heißen DriveNow, Car2go, Multicity. Diese Variante bietet große Flexibilität, da in den Regeltarifen nur nutzungsabhängige Kosten entstehen und die verfügbaren Fahrzeuge meist nicht weiter weg stehen, als es das eigene geparkte Auto in der Großsstadt tun würde.

3. Privates Carsharing

Die AirBnB-Variante unter den Carsharings. Private Carsharings haben keine eigene Fahrzeugflotte, sondern basieren auf einer Community. Man wird Mitglied in einer Art Club und kann sein eigenes Fahrzeug ebenso anbieten, wie man sich von anderen Mitgliedern Fahrzeuge entleihen kann. Tamyca, Autonetzer und Nachbarschaftsauto heißen hier die großen überregionalen Mitspieler.